Nicht zu Hause und doch nicht an der frischen Luft

Wie immer dem sei: von den Lipizzaner der Spanischen Reitschule bis zur Oper, vom Hotel Sacher bis zur Konditorei Demel ist die Wirklichkeit, die der Legende nachkommt, ja geradezu nacheifert, sind es die funktionierenden Legenden, die das Charakterbild Wiens entscheidend mitbestimmen. Die weitaus komplizierteste dieser Legenden ist das Wiener Kaffeehaus.
Friedrich Torberg

 

Ein Journalist macht eine aufschlußreiche, gleichwohl geheimnisvolle Beobachtung: "Immerzu gehen Leute ins Hawelka hinein, und keiner kommt wieder heraus. Was macht der Hawelka eigentlich mit seinen Gästen?"
Friedrich Torberg

 

Was ist ein Kaffeehausliterat? Ein Mensch, der Zeit hat, im Kaffeehaus darüber nachzudenken, was die anderen draußen nicht erleben.
Anton Kuh

 

Das berühmte Glas Wasser, das bei längerem Verweilen verdoppelt und verdreifacht wird, stellt eine Höflichkeit dar, dem Gast zu bezeugen, daß im Wiener Cafè nicht die Konsumation entscheidend ist, sondern die Anwesenheit.
Ludwig Plakolb

 

Den größten Posten im literarischen Budget des kaufenden Publikums beziffern bei weitem nicht mehr die Bücher, sondern die Zeitungen. Jedes Kaffeehaus ist eine Leihbibliothek, fast jeder größere Cafètier gibt bis zwei- bis dreihundert Gulden für seine Zeitungen aus. Welcher Fürst gibt das für seine Bücher aus?
Ferdinand Kürnberger

 

Im Kaffeehaus sitzen Leute, die allein sein wollen, aber dazu Gesellschaft brauchen.
Alfred Polgar

 

Im Kaffeehaus sitzen Talente so dicht an einem –Tisch, daß sie sich einander gegenseitig an der Entfaltung hindern.
Karl Kraus

 

Mancher strebsame junge Mann hierzulande, der für die Bildung seines Genius etwas tun wollte, hat seine Laufbahn damit begonnen, daß er sich zunächst das geeignete Cafè aussuchte.
J.A. Lux

 

Seit 10 Jahren sitzen die zwei jeden Tag stundenlang, ganz allein im Kaffeehaus. Das ist eine gute Ehe! Nein, das ist ein gutes Kaffeehaus.
Alfred Polgar

Caféhaus - Anekdoten

 

 

Nicht nur Literaten saßen im Kaffee Central, auch der Wiener Bürgermeister Karl Lueger, sowie ein junger sowjetischer Emigrant namens Laib Bronstein, besser bekannt unter dem Namen Trotzky. Ein hoher Beamter des Österreichischen Außenministeriums zur Zeitungsmeldung über die Russische Revolution: Wer soll den in Rußland Revolution machen, vielleich gar der Trotzky aus dem Central?

 

Alfred Polgar schrieb über sein Stammkaffee, das Kaffee Central: Das Central ist ein Ort für Menschen, die die Zeit totschlagen müssen, um nicht von ihr totgeschlagen zu werden.

 

Nach dem Tod von Peter Altenberg verlor das Central seine Bedeutung als Literatenkaffee. Man übersiedelte in das neugegründete Kaffee Herrenhof. Nur die Mumien halten dem Alten Haus die Treue! schrieb Anton Kuh.

 

Fünf Herren kommen in ein Wiener Kaffeehaus und machen dort ihre Bestellungen: Jeder will etwas anderes, etwas Besonderes, eine Extrawurst, wie man in Wien sagt.
Eine Schale Gold!
Eine Teeschale braun mit Haut!
Eine Melange!
Einen Kapuziner!
Eine Melange mehr braun mit kalter Milch!

Der Kellner geht in die Kaffeeküche und sagt: 5 Kaffee bitte!

 

Tallyerand sagte: Der Kaffee muß heiß sein wie die Hölle, schwarz wie der Teufel, rein wie ein Engel, und süß wie die Liebe.

Kolschitzky

 

KOLSCHITZKY ANNO 1683

Vor über dreihundert Jahren, genau gesagt, am 12. September 1683, mußten die Türken mit ihrem riesigen Heer einsehen, daß es für sie nichts zu bestellen gab in Wien. Hals über Kopf flüchteten sie.

 

Zurückgelassen haben die Türken außer einigen Uniformen, Gefangenen und der Militärmusik vor allem eins: den Kaffee, den man damals in Wien noch nicht kannte.

 

Die Legende berichtet, daß ein gewisser Georg Franz Kolschitzky, ein Kundschafter und ehemaliger Handlungsreisender aus Armenien sich als Belohnung für seine Dienste um die Verteidigung der Stadt diese Kaffeesäcke habe schenken lassen. Und als Draufgabe noch ein Haus, den "Hof zur Blauen Flasche" im ehemaligen Schlossergassl – heute heißt es Domgasse.

 

Dieser Kolschitzky hat die grünen Bohnen geröstet, gemahlen, mit Wasser aufgekocht und das schwarze, heiße Getränk ausgeschenkt: zuerst nur mit mäßigem Erfolg. Erst als der clevere Kolschitzky auf die Idee kam, seinen "Kahve" zu zuckern und mit Milch zu strecken, waren die Wiener zufrieden. Das neue Getränk, die "Melange", wurde ein Hit. Und das Wiener Kaffeehaus war geboren.

 

Diese Geschichte wurde jahrhundertelang als Wahrheit angesehen. Man gewöhnte sich eben an den guten alten Kolschitzky und seine erste Kaffeehausausschank, die zahlreichen Märchen und Legenden, die rund um seine Person entstanden sind. So etwa soll Kolschitzky auch das berühmte Kipferl erfunden haben, sozusagen als Rache an den Türken. Denn das halbrunde Kipferl war nichts anders als eine süße Erinnerung an den türkischen Halbmond, der in Wien anno 1683 untergegangen war – und den die Wiener nun genüßlich zwischen den Zähnen zermalmten.

 

Mittlerweile weiß man, daß Kolschitzky weder der Erfinder des Wiener Kaffeehauses noch der Melange war. Sondern ein Landsmann von Kolschitzky, der Armenier Diodato, hat die erste Kaffe-Ausschank in Wien aufgemacht.

 

Trotzdem: Die Legende des Georg Franz Kolschitzky klingt so schön und echt, daß man sie nicht vergessen konnte. Und auch nicht vergessen sollte. Denn vieles in Wien ist Legende und trotzdem Wirklichkeit, das hat schon Friedrich Torberg gesagt, der schließlich ein Kaffeehauskenner höchsten Grades war.

 

Seit Kolschitzky, oder besser gesagt, seit Diodato, hat das Wiener Kaffeehaus einen gigantischen Aufschwung erlebt. In dreihundert Jahren ist es zu einer weltberühmten, von allen geliebten Institution geworden.

 

Fast alle Markenzeichen des Wiener Kaffeehauses, die sich in den letzten drei Jahrhunderten herausgebildet haben, sind auch heute noch typisch.

 

Schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts gab es in Wien das erste Zeitungscafè, das Kramersche Kaffeehaus, in dem sich die Intellektuellen der Zeit trafen und Zeitungen und Zeitschriften verschlangen, um anschließend über die verschiedenen Artikel zu diskutieren.

 

Wenn man bedenkt, daß es im Cafè Central Ende des vorigen Jahrhunderts ein eigenes Buch gab, in dem alle im Lokal verfügbaren Zeitungen - –der 200 – eingetragen waren, kann man sich vorstellen, wie wichtig die "Gazetten und Nachrichtenblätter" waren.

 

Sie sind es auch heute noch – in Wien gibt es hunderte Kaffeehäuser, in denen man Tageszeitungen und die wichtigen Journale lesen kann, bei dem sprichwörtlichen kleinen Braunen mit dem Glas Wasser.

 

Schon im 18. Jahrhundert kristallisierten sich in Wien regelrechte Kaffeehauszentren heraus: in der Inneren Stadt, in der Leopoldstadt, rund um die Schlagbrücke. Am

 

Graben machte der findige Italiener Taroni sein "Taroni" auf, das bald zu einem Treffpunkt der vornehmen Leute wurde. Am Kohlmarkt tummelte sich die Prominenz beim Milani, im Hugelmann in der Leopoldstadt trafen sich die Billardspieler und im Ignaz Neuners Silbernem versammelten sich die Literaten wie Grillparzer, Castelli, Anastsius Grün, Lenau oder Bauernfeld – das erste Literatencafè war geboren. Als das Silberne zusperren mußte, wurde das Griensteidl zum Nabel der Kaffeehauskultur in Wien – Schnitzler, Hoffmannsthal, Bahr, Kraus waren Stammgäste.

 

Im 19. Jahrhundert wurden Luxuscafès gebaut, riesige Hallen mit herrlichen Stuckdecken, Springbrunnen, versilberten Spiegeln und Marmortischen, Plüschbänke und Bronzekandelaber, Kristallustern und verwirrenden erotischen Genrebildern.

 

Zu Beginn des zwanzigsten und noch in den letzten Jahren des neunzehnten Jahrhunderts entstanden die Ringstraßencafès – in der Glanzzeit waren es mehr als dreißig – mit den einladenden Schanigarten, an denen man vorbeiflanierte, sich irgendwo niederließ, plauderte, manchmal auch Geschäfte machte und es sich im übrigen recht gut gehen ließ.

 

Neben diesen eleganten Cafès blühten sie Aussichtslokale in der Vorstadt und im Prater, in den man an den Wochenenden in Scharen strömte, um sich bei Kaffee und Mehlspeise zu laben oder den diversen Konzerten zuzuhören.

 

Auch das Konzertcafè ist nämlich eine typische Wiener Institution: große Namen wie Johann Strauß Vater und Sohn, Michael Zierer oder Joseph Lanner sind damit verbunden. Und selbst der berühmte Beethoven spielte einmal in einem Konzertcafè auf.

 

Alles das gibt es heute noch – oder heute schon wieder. Das Wiener Kaffeehaus hat seine Tradition bewahrt. Trotz der Schwierigkeiten, die nach dem Krieg zu meistern waren, ist das Kaffeehaus lebendiger, jünger und attraktiver den je. Vor allem für die Jungen: eine Umfrage hat ergeben, daß die Zwanzig- bis Dreißigjährigen die eifrigsten Kaffeehausgeher sind, und daß sie am Kaffeehaus schätzen, was seit Jahrhunderten schon typisch für diese Institution ist: die Ruhe, die Behaglichkeit, die persönliche Ansprache, das Gefühl jederzeit Freunde treffen zu können. Mit einem Wort: sich wohl fühlen! Ob im "traditionellen Innenstadtkaffeehaus", im Cafè-Restaurant, im Espresso, im Vorstadttschecherl oder in einer süßen Cafè-Konditorei – Kaffeehaus ist überall!

Die Anfänge des Wiener Kaffeehauses

Karl Teply - Die Anfänge des Wiener Kaffeehauses
Legenden und Fakten

Daß Kipferl und Kaffee Wien als "gar köstliche Folge einer mißglückten Belagerung" zugekommen seien, genießt gemeinhin – zumindest was das Lieblingsgetränk der Wiener betrifft – das Ansehen einer kaum jemals ernsthaft in Zweifel gezogener historischen Tatsache. Und das stellt sich dann folgendermaßen dar:

Einen vollen Monat schon umschloß das ungeheure Türkenheer, das Kara Mustafa aus Konstantinopel herangeführt hatte, die Kaiserstadt. Trotz heroischsten Opfermutes ihrer Bürger begann unter seinem übermächtigen Würgegriff der Widerstand zu erlahmen. Das Schicksal des Bollwerks der gesamten Christenheit hing am rechtzeitigen Eintreffen des sehnlich erwarteten Ersatzheeres. Doch niemand wollte das Wagestück unternehmen, dem Generalismus des Kaisers Nachricht von der verzweifelten Lage zu geben. Da erbot sich der Orientwarenhändler Georg Franz Kolschitzky, seiner zweiten Heimat den gefährlichen Dienst zu leisten. Vertraut mit der Sprache und den Sitten der Türken, schlich er sich mit seinem treuen Diener Michaelowitz verkleidet durch das Lager des grausamen Erbfeindes. Die tröstliche Kunde, die er zurückbrachte, gab den Verteidigern Kraft, durchzuhalten.

Die Rettung kam in letzter Minute. Unendlich war der Jubel; unermeßlich die Beute. Unter den Schätzen des im Stich gelassenen Türkenlagers fanden sich hunderte Säcke mit kleinen graugrünen Bohnen. Kein Mensch mochte das vermeintliche Kamelfutter. Schon erwog man, es in die Donau zu schütten oder zu verbrennen. Kolschitzky verhinderte dieses Sakrileg. Von seiner Leidenszeit als türkischer Sklave kannte er das Geheimnis der Bohnen. Seit vor vielen hundert Jahren Derwische aus Mekka, der heiligen Stadt der Muselmanen, zufällig entdeckt hatten, daß sich aus ihnen ein köstliches Getränk bereiten ließ, war es das gehütete Privileg der Söhne Allahs geblieben. Damit sollte es ein Ende haben. Als ihn der Bürgermeister rufen ließ und aufforderte, sich eine Belohnung auszubitten, verlangte der gefeierte Held bescheiden-stolz lediglich die nutzlosen Bohnen. Dazu die Erlaubnis, eine Ausschank des türkischen Tranks eröffnen zu dürfen. Kopfschüttelnd vernahmen Bürgermeister und Rat dieses seltsames Begehren. Sie unterbreiteten es dem Kaiser, und der stand nicht an, die Bitte umgehend zu gewähren. Als Draufgabe schenkte die dankbare Stadt Kolschitzky den stattlichen Hof "Zum Roten Kreuz" in der Domgasse.

Zunächst wäre der Wackere allerdings fast gescheitert. Denn der bittere Kahve-Trank sagte dem Gaumen der Wiener gar nicht zu. Aber Kolschitzky war nicht nur gewandt und tapfer, sondern auch zähe und findig. Ein Zufall kam ihm zu Hilfe. Eines Tages geriet ihm irgendwie Zucker in die schwarze Brühe. Ärgerlich kostete er, stellte aber zu seiner Überraschung fest, daß der gesüßte Kahve gar nicht übel schmeckte. Probeweise seihte er den Satz ab und fügte etwas Milch zu. Und damit hatte er es geschafft! Das solcherart verwienerte Getränk fand Anklang.

 

Von kleinen Braunen und Majestäten

 

Fünf Herren kommen in ein Wiener Cafè und machen ihre Bestellungen. Jeder will etwas anderes, etwas Besonderes – eine Extrawurst, wie man so schön sagt.

"Eine Schale Gold, passiert!"

 

"Eine Teeschale braun, mit Haut!"

 

"Eine Melange, mehr weiß!"

 

"Einen Kapuziner!"

 

"Eine Melange mehr braun mit kalter Milch in vorgewärmter Schale!"

 

Der Kellner geht in die Kaffeeeküche und sagt: " Fünf Kaffee".

 

Wer diese Zeilen versteht, verdient den Titel " Kaffeehausprofessor". Kaffeetrinken und vor allem Kaffeebestellen sind schon fast eine Wissenschaft. Kaffee ist nämlich nicht Kaffee. Ein kleiner Brauner schmeckt anders als eine Melange oder ein Einspänner. Nirgends gibt es so viele Kaffeespezialitäten wie in Wien. Und nirgends werden sie so gepflegt wie in Wien.

 

Wenn man denkt, daß es einmal achterlei Sorten Melange gegeben hat, daß ein Kellner mit einer Farbtafel zu ihren Gästen gekommen sind und gefragt haben, welche Farbe der Kaffee haben sollte, wenn man sich erinnert, wie viele Größenmaße es allein bei den Kaffeeschalen gibt, dann wird man verstehen, warum Kaffeetrinken in aus der Wien eine kulinarische Besonderheit ist.

 

Aus der Fülle der Kaffeespezialitäten haben wir ein paar herausgesucht, sozusagen als –Anreiz für Kaffeespezialitäten und solche, die es noch werden wollen.

 

FRANZISKANER

 

Schon bei Wallenstein , der bekanntlich noch keinen Kaffee kannte, war es der Franziskanerpater, der allen zurief: "Wachet, damit ihr nicht in Versuchung fallet."

 

Die Franziskaner waren auch durch die Farbe ihres Ordenskleides die Namensgeber für diese bekömmliche Wiener Kaffeespezialität, bei der man nach dem zweiten Glas Gusto auf ein drittes bekommt.

 

Zutaten: Ein kleiner Mocca mit viel Milch, 2 Kaffeelöffel Schlagobers, Schokoladestreusel, Zucker.

 

Zubereitung: In ein Wiener Spezialitätenglas einen kleinen Mocca mit heißer schaumiger Milch bis knapp unter dem Rand auffüllen. Darauf geschlagenes Obers und Streusel.

 

EINSPÄNNER

 

Einspänner nennt man in Wien ein halbes Paar Würstel, einen Fiaker mit einem Pferd oder den in einem Henkelglas servierten Kaffee mit Schlag. Die Fiaker mußten mit einer Hand das Pferd halten, daher mußte der heiße Kaffee in einem Henkelglas serviert werden. Glas und Getränk nannte man Einspänner.

 

Zutaten: Kaffee, Schlagobers, Zucker.

 

Zubereitung: Ein starker heißer Kaffee wird in einem Wiener Einspännerglas reichlich mit Schlagobers garniert.

 

KAISERMELANGE

 

Melange ist die Bezeichnung des Kaffees zwischen braun und gold, bei der Kaisermelange färbt Eidotter statt Milch. Dieses Getränk eignet sich besonders als Stärkung für Kranke und Sportler und als Muntermacher nach anstrengenden Nächten.

 

Zutaten: Kaffee, Ei, Honig und Mocca.

 

Zubereitung: Eidotter mit gut 15 – 20g Honig in einer großen Moccaschale verrühren und den heißen Kaffee darübergießen.

 

FIAKER

 

Die Fiaker strengten und strengen sich heute noch an, so reich wie die Meister werden sie aber nie. Deshalb versetzen sie ihren Kaffee auch mit Rum, anstatt einen teuren Weinbrand dazuzutrinken.

 

Zutaten: Verlängerter Mocca, Rum, eventuell Schlagobers.

 

Zubereitung: In den verlängerten Mocca wird ein Schuß Rum gegeben. Man kann auch Schlagobers dazugeben.

 

WIENER EISKAFFEE

 

Den Wiener Eiskaffee gibt es schon seit " ewigen" Zeiten". Bereits der Kaffeesieder Milani servierte in seinem Limonadenzelt um 1790 diese begehrte Köstlichkeit. Zum Unterschied vom Schweizer Eiscafè besteht der Wiener Eiskaffee wirklich Kaffee und Eis und nicht nur aus Kaffee-Eis.

 

Zutaten: Mocca, zwei Kugeln Vanilleeis.

 

Zubereitung: Schwarzer Kaffee wird über Vanilleeis geleert und dann als Eiskaffee im hohen Glas (mit Limonadenlöffel und Strohhalm) serviert.

 

MARIA THERESIA

 

Maria Theresia trank gerne Kaffee und hat sich auch um das Wiener Kaffeehaus sehr verdient gemacht. Aber auch den klugen Männern, die sie um sich versammelte, brachte dieser Kaffee die besten Einfälle.

 

Zutaten: Verlängerter Mocca, 2 cl Likör 1`Orange, Schlagobersgupf, flüssiger Zucker und bunter Streusel.

 

Zubereitung: In ein Wiener Spezialitätenglas Orangenlikör eingießen, darüber flüssigen Zucker und heißer Mocca, darüber einen –Schlagobersgupf mit Streusel.

 

TÜRKISCHER KAFFEE

 

Das türkische Kaffeekanderl ist im Wappen des Wiener Kaffeesieders als Andenken an das Jahr 1683 geblieben, genau wie das Kipferl, das den türkischen Halbmond symbolisiert.

 

Zutaten: Türkisch gemahlener Kaffee, Staubzucker.

 

Zubereitung: Der extrem fein gemahlene Kaffee wird mit Staubzucker vermengt und davon reichlich ins türkische Kaffeekanderl gegeben. Das Kanderl bis zu 2/3 mit frischem Wasser füllen, über Feuer zweimal aufwallen lassen und mit einigen Tropfen kaltem Wasser abschrecken, damit sich das Kaffeemehl zu Boden setzt.

 

MEISTERKAFFEE

 

Früher hatten die Meister noch ein leichtes Leben. Und konnten sich auch etwas leisten. Deshalb tranken sie den Kaffee nicht einfach mit Milch oder überhaupt schwarz. Nach getaner –Arbeit ließ sich der Meister einen edlen Weinbrand zu seinem Kaffee servieren-Meisterkaffee.

 

Zutaten: Kaffee – gleichgültig ob schwarz, braun oder verlängert.

 

Zubereitung: Der Weinbrand wird im Schwenker extra serviert.